 Pressemeldungen – Archiv2003-20051 Jahr Vermittlungsgutscheine - der Erfolg ist ausgebliebenWiesbaden, 27.03.2003 - „Die Vermittlungsgutscheine, die die Arbeitsämter seit einem Jahr an länger als 3 Monate Arbeitslose ausgeben, sind ein Flop. Gerade einmal 16.000 Vermittlungen sind auf diese Weise im vergangenen Jahr zustande gekommen. In Anbetracht der aktuellen Arbeitslosenzahl und des hohen Anteils von Langzeitarbeitslosen ist dies zu wenig. Dabei tröstet es nicht, dass wir dies von Anfang vorausgesehen haben", so der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Personalvermittlung e.V. (BPV), Jörn Hadenfeldt. Einen Grund sieht der BPV darin, dass sich das Gutscheinverfahren in der Praxis nicht bewährt hat. Für die privaten Vermittlungsunternehmen des BPV spielt der Vermittlungsgutschein in der Tagesarbeit deshalb nahezu keine Rolle. Das Verfahren ist zu aufwendig, das Honorar nicht ausreichend. Damit ist es nicht geeignet, eine neue Dienstleistung zu etablieren, die sich wirtschaftlich betreiben ließe. Aber auch die insgesamt schwierige konjunkturelle Lage und das große Angebot Stellensuchender auf dem Arbeitsmarkt macht die Vermittlung vorher lange Arbeitsloser zur Zeit noch schwerer. Trotzdem vermitteln private Personalvermittler im Jahr etwa 100.000 Stellensuchenden einen neuen Job - im Auftrag von Kunden und ohne Vermittlungsgutscheine. Der überwiegende Teil der eingelösten Vermittlungsgutscheine entfällt aus Sicht des Bundesverbandes Personalvermittlung nicht auf aktive Vermittlungsbemühungen zurück. Die Gutscheine werden eher im Umfeld von Weiterbildungsmaßnahmen eingesetzt oder auch wenn bei der Besetzung einer offenen Stelle ein Langzeitarbeitsloser berücksichtigt werden konnte. Hier sind eher Mitnahmeeffekte als gezielte Vermittlungsaktivitäten im Auftrag des Arbeitslosen zu vermuten. Pressekontakt: Sieglinde Schneider: Tel.: 0611 / 40 18 61 presse@bpv-info.de  |